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SPANNUNGSFELD PROVENIENZFORSCHUNG: RAUBKUNST IN DEUTSCHEN MUSEEN


Gemeinschaftsveranstaltung des Export-Club Bayern mit seinem Juniorenkreis am 12. Juni 2016

Frau Dr. Meike Hopp, Zentralinstitut für Kunstgeschichte München sprach zum Thema:

„Spannungsfeld Provenienzforschung"

Die Medienberichterstattung der letzten Monate zum „Schwabinger Kunstfund" hat einer breiten Öffentlichkeit bewusst gemacht, dass es im Bereich der Forschung nach „NS-Raubgut" in deutschen Museen in den letzten Jahrzehnten massive Versäumnisse gegeben hat. Allein die große Anzahl an Kunstwerken zunächst ungeklärter, teilweise verdächtiger Herkunft, die bereits im März 2012 in der Wohnung des kürzlich verstorbenen Cornelius Gurlitt, dem Sohn des Kunsthändlers Hildebrand Gurlitt (1895-1956), beschlagnahmt worden war, macht nicht nur anhaltende Kontinuitäten des NS-Kulturgutraubes sichtbar, sondern auch inhaltliche wie strukturelle Defizite der Provenienzforschung in Deutschland greifbar. Moralisch-ethische und rechtliche Fragestellungen stehen mehr denn je im Widerspruch. Den komplexen Terminus des „gutgläubigen Erwerbs" ebenso wie das Problem der rückwirkenden Aufhebung von „Verjährungsfristen" mit den daraus resultierenden juristischen Konsequenzen, gilt es zu hinterfragen. Der Vortrag wagt den Versuch eines differenzierten Einblicks in das komplexe Themenfeld Provenienzforschung, mit seinen Errungenschaften ebenso wie mit seinen Defiziten, aber auch einen kritischen Ausblick auf konkrete bzw. noch zu planende Schritte. Wo stehen wir mit der Forschung nach NS-Raubgut heute?

Datum:             Donnerstag, 12.06.2014

Ort:                   Hotel Kempinski Vier Jahreszeiten, Maximilianstraße 17, 80539 München

Verlauf:

18:30 Uhr Empfang

19:00 Uhr Vortrag

20:00 Uhr Abendessen

 

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